Gewalt
In der Berichterstattung über Gewaltvorfälle fallen immer wieder die gleichen Formulierungen ins Auge. Sie verzerren zuweilen das tatsächliche Geschehen und rücken dadurch die Taten in ein anderes Licht.
So heißt es auch …
… „sie gerieten in Streit“, wenn mehrere Angreifer mit einem Unbeteiligten Streit suchten.
… es gab eine „Messerstecherei“, wenn mindestens ein Bewaffneter einen Unbewaffneten mit dem Messer angriff und verletzte.
… die Täter „konnten nicht ermittelt werden“, weil Zeugen aus Angst nicht sagen, was sie gesehen haben.
… die Täter werden als „gewaltbereit“ beschrieben, wenn sie bereits „gewalttätig“ geworden sind.
Unabhängig davon, von wem und an welchem Menschen eine Gewalttat begangen wird, egal ob rechte oder linke Gewalt, homophobe Gewalt, Gewalt gegen Frauen, Kinder, Alte, Obdachlose oder Behinderte, Gewalt von oder gegen Ausländer oder gegen andere Menschen… Der Rechtsstaat muss eingreifen und den Rechtsfrieden nach der Tat wieder herstellen.
Aus eigener Kraft und ohne fremde Hilfe kann man sich kaum aus einer Gewalt- oder Mobbingsituation befreien.
Welche Erfahrungen oder Beobachtungen hast Du gemacht? Schreib es uns.